Reisen & Verkehr

Durchreise Slowakei – Tipps für Vorbeiziehende

Nicht jeder, der die Slowakei betritt, muss gleich seinen Urlaub in dem Land verbringen. Daher hier auch in Kürze ein paar Tipps für alle die entweder mit dem Auto oder mit dem Zug durchreisen.

Allgemeine Hinweise

Die Slowakei gehört zur EU und zum Schengen-Raum. Es gilt freier Personen- und Warenverkehr, das bedeutet, es gibt keine Kontrollen an den Grenzen.

Zahlungsmittel in der Slowakei ist der Euro. Ihr müsst also kein Geld tauschen.

Dienstleistungen sind häufig günstiger, Waren haben dagegen ähnliche Preise wie in Deutschland. Damit ist das Essen im Speisewagen oder am Rasthof sowie die Übernachtung häufig günstig, Shoppengehen muss sich aber nicht unbedingt preislich lohnen.

Viele junge Slowaken sprechen Englisch. Abseits der Zentren sollte aber nicht unbedingt darauf vertraut werden. Da Slowaken grundsätzlich offen und freundlich sind wird man sich auch mit Händen und Füßen verständigen können.

Durchreise mit dem Auto

Auf den Autobahnen in der Slowakei herrscht Mautpflicht. Ihr findet alles wissenswerte dazu in unserem Artikel über die Vignette Slowakei. Die Vignette kann per App oder vor Ort an Tankstellen erworben werden. Soweit wir das sehen werden auch Durchreisende nicht um die Vignette herumkommen, da auf allen relevanten Strecken zumindest teilweise Autobahnen existieren. Es ist sicherlich möglich diese zu umgehen, gerade wenn man über Polen anreist, doch dann sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden.

Die Hauptstrecken sind gut ausgeschildert. So kann man zum Beispiel in Bratislava unmöglich die Abzweigungen nach Österreich oder Ungarn verpassen. Abseits der Autobahnen empfiehlt sich fast wie überall ein Navigationsgerät. Dieses sollte auf dem aktuellsten Stand sein, weil der Ausbau der Autobahnen in den letzten Jahren stark vorangeschritten ist und sich weitere Strecken im Bau befinden.

Wer unterwegs hungrig wird der sollte nach einer Koliba oder Salaš Ausschau halten. Das sind rustikale Restaurants mit traditionellen slowakischen Speisen zu günstigen Preisen. Es gibt sie auch an vielen Schnellstraßen. Der Klassiker sind Halušky, die ähnlich wie Spätzle in Wasser gekocht sind, dann mit dem typischen Schafskäse Bryndza vermischt und je nach Wunsch mit etwas Speck oder Zwiebeln serviert werden.

Durchreise mit dem Zug

Wer aus dem Norden Deutschlands in Richtung Budapest fährt oder sich etwas abenteuerlich bis nach Rumänien oder in die Ukraine durchschlägt, der muss oder könnte in den Genuss eines Zwischenstopps in der Slowakei kommen. Mehr dazu unten. Hier ein paar Zug-typische Tipps.

Ich kenne keinen Bahnhof in der Slowakei der zum Shoppen oder Verweilen einlädt. Allenfalls kommen Ostalgie-Freunde auf Ihre Kosten wie im Falle des Bahnhofs von Banská Bystica. Zumindest gibt es hier in der Nähe ein Einkaufszentrum. Die Altstadt ist für einen Kurzaufenthalt aber zu weit. In Bratislava ist es noch schlimmer. Hier gibt es nichts, was den kurzen Aufenthalt attraktiv machen kann.

Auch wenn die Optik der Bahnhöfe nicht dafür spricht, so halte ich sie für relativ sicher. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich mein Gepäck unbeaufsichtigt lassen würde, aber ich habe in meinen aktiven Zeiten als Bahnreisender schon auf vielen Provinzbahnhöfen des Landes ein paar Stunden zu unterschiedlichen Tageszeiten verbracht und mich nie unwohl gefühlt. In den großen Städten wie Bratislava und Košice bin ich jedoch vorsichtiger.

Zwischenstopp in der Slowakei

Wer eh durch die Slowakei reist, der könnte hier auch etwas Zeit verbringen und etwa eine Nacht bleiben.

Die meisten Durchreisenden werden sicherlich an Bratislava nicht vorbei kommen. Wer Städte wie Prag, Wien oder Budapest mag, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Die Altstadt hat sich in den letzten Jahren stark gemausert und ein Spaziergang auf die Burg wird mit einem herrlichen Ausblick über die Stadt und die Donau belohnt. Bisher ist Bratislava nicht so überlaufen wie die bereits genannten Hauptstädte, bietet aber nicht weniger Auswahl an Hotels und Hostels. Diese können bequem über die bekannten Portale oder vor Ort gebucht werden.

Wer mittelalterliche Altstädte mag der sollte eine Nacht in Žilina, im Norden der Slowakei oder Banská Bystrica in der Mittelslowakei einplanen. Letztere hat eine umfangreiche deutsche Geschichte die es teilweise noch zu sehen gibt.

Im Osten der Slowakei liegt Košice, die zweitgrößte Stadt der Slowakei. Sie war im Jahre 2013 Kulturhauptstadt Europas.

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